Gedanken zur Timelape-Baustellendoku - wohin mit den Daten?

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Gedanken zur Timelape-Baustellendoku - wohin mit den Daten?

Beitragvon miez » 07.02.2018, 21:16

Hallo Leute,

ich glaube, ich bin hier richtig. Ich habe einiges gegoogelt und gelesen und bin letztlich in diesem Forum gelandet.
Es geht um eine Langzeit-Timelapse-Aufnahme, welche im Zuge einer Baustellendokumentation angefertig werden soll.
Die Baustelle wird etwa ein Jahr lang dauern. Bei der Baustelle handelt es sich um eine "Indoor-Baustelle. Bei einer max. Verschlusszeit von max. 1/60 wird es wahrscheinlich hohe ISO-Werte geben. Aber das kann die G1X ja ganz gut.

Zunächst war mein Plan die Kamera mittels ghoto2 von einem kleinen Linux-Computer (Futro S400) fernzusteuern. Doch dann bin ich auf CHDK gestoßen. Worauf ich mir eine G1X gekauft habe. Leider ist ein "Fallback" auf gphoto2 nicht mehr möglich, da die Fernauslösung bei der G1X nicht richtig unterstützt wird.
Ich habe dazu mal das Skript Ultimate Intervalometer. Das hat ganz gut funktioniert.

Beim Aufnahme-Interval hatte ich aus dem Bauch heraus an 10min gedacht. Das entspräche demnach 72 Bilder Arbeitstag. Ich habe keine Ahnung, ob das reicht. Das ist vielleicht etwas wenig, oder?
Es gibt sicher Tage wo sehr viel passiert. Andererseits wird es auch Tage geben, wo die Baustelle ruht.

Egal welchen Intervall ich einstelle, die Speicherkarte (32GB) wird irgendwann voll laufen. Bei RAW natürlich wesentlich schneller als bei JPEG. Vom RAW habe ich mich aber gedanklich wegen der ungeheuren Datenmengen wieder entfernt. Aber auch bei JPEG wird irgendwann eng auf der Speicherkarte.
Hier kommt in meinen Gedanken wieder gphoto2 ins Spiel. Das Herunterladen und Löschen der Fotos wird bei der G1X nämlich unterstützt. Demnach ließe sich der Fotodownload per Cron-Job irgendwie bewerkstelligen. Allerdings weiß ich nicht, wie das Ultimate-Skript reagiert. Ist die Kamera überhaupt über USB "ansprechbar" während das Skript läuft? Das habe noch nicht getestet. Gibt es da vielleicht Erfahrungen? Oder sogar eine fix-und-fertig-Lösung?

Ein weiterer Punkt in die Einflussnahme auf das Skript? Ist es möglich CHDK aus der Ferne zu steuern?? Zum Beispiel um den Aufnahmeintervall zu ändern.

viele Grüße
miez
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Re: Gedanken zur Timelape-Baustellendoku - wohin mit den Dat

Beitragvon msl » 08.02.2018, 20:59

Hallo und willkommen,

prinzipiell ist die Aufgabe mit CHDK lösbar. Das optimale Skript für Langzeitzeitrafferaufnahmen hast du schon gefunden. Ultimate bietet alle notwendigen Einstellmöglichkeiten. Mir erscheint ein Intervallabstand von 10 Minuten ziemlich groß. Lieber zu viel als zu wenig Bilder machen.

Problematischer ist das Abholen der Bilder per USB. Die gängigen Lösungen erwarten, dass sich die Kamera Wiedergabemodus befindet. Deshalb wird auch Gphoto2 nur bedingt zielführend sein.

Für CHDK gibt es aber die Fernsteuer-Software chdkptp. Mit ihr kann eine Verbindung zwischen Kamera und Rechner hergestellt werden, die dann Fernsteuerung und Datenübertragung via USB ermöglicht.

https://app.assembla.com/spaces/chdkptp/wiki
viewtopic.php?f=7&t=2699

Da chdkptp auch für Linux verfügbar ist, kann der angedachte Rechner zum Einsatz kommen. Die chdkptp-Klient-Software ist als GUI- oder CLI-Version verfügbar. Die CLI-Version (interaktive Kommandozeileneingabe) würde sich insbesondere zur Steuerung der Abläufe eignen. Die Variante mit grafischer Benutzeroberfläche (GUI) hilft eher bei der manuellen Einflussnahme. Hier steht auch eine Live-Bildübertragung zur Verfügung.

Die Kommunikation zwischen Kamera und Rechner erfolgt zu großen Teilen per Skript. Die Kamera kann aber immer nur ein Skript verarbeiten. D.h., im Anwendungsfall geht immer nur Intervallaufnahme oder Bilderabholen. Dies ließe sich aber z.B. mittels Cronjob steuern.

Soweit ein paar Gedanken und Anregungen.

Gruß msl
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Re: Gedanken zur Timelape-Baustellendoku - wohin mit den Dat

Beitragvon miez » 09.02.2018, 20:57

Hallo msl,

vielen Dank für deine Einschätzung.
Das chdkptp-Projekt ist interessant und scheint wie gemacht für mein Vorhaben.
Ich denke, ich werde mich an die CLI-Version halten. Denn vor Ort kann ich keinen Monitor aufstellen und eine zuverlässige VNC-Verbindung habe ich noch NIE hinbekommen :)

Gruß
miez
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