Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry Pi

Kamera-Hardware, Selbstbaufernbedienung und sonstige Hardware-Erweiterungen

Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 13.03.2017, 21:31

Hallo zusammen,

prinzipiell finde ich es nicht in Ordnung, eine Software pauschal zu verurteilen, weil etwas schief gegangen ist, ohne die Ursache genauer zu erforschen. Bei mir funktioniert das Programm. Die Ursache für vereinzelte Lese- und Schreibprobleme lag eher an "wackliger" Hardware.

Dass die Mikro-SD-Karte nicht mehr funktioniert, ist sehr ärgerlich. Die Ursachen können aber sehr unterschiedlicher Art sein. Wurden zur "Wiederbelebung" mal die Hardware-Voraussetzungen geändert, z.B. Kartenleser, Kartenadapter und/oder Rechner. Ich würde mal versuchen, die Karte mit einer Kamera anzusprechen bzw. zu formatieren. Das ist übrigens auch eine gute Methode, Partitionen und Inhalte einer Karte zu leeren.

Den Programmen, die Laufwerksabbilder schreiben und lesen, ist es eigentlich egal, ob und wie viele Partitionen vorhanden sind. Sie benutzen die Rohdaten. Deshalb ist beim Schreiben einzige Voraussetzung, dass das Ziel mindestens die gleiche Größe hat.

Eine Überlegung bei der Erstellung von Abbildern wäre noch, die SD-Karte nicht bis zum letzten Byte zu partitionieren. Man könnte einen kleinen Rest unpartitioniert lassen.

Soweit ein paar Überlegungen.

Gruß msl
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 13.03.2017, 23:52

@msl

es steht Dir frei selber auszuprobieren, Deine eigene Raspi-SD-Karte via "Win32 DiskImager" auf Festplatte zu sichern und wiederherzustellen.
Aus gegebenem Anlass (nicht mehr ansprechbare SD-Karte) bin ich selber momentan aber nicht mehr zu weiteren Experimenten mit dem Programm "Win32 DiskImager" bereit.

Bei Erfolg müsstest Du aber zudem testen, wie "tolerant" dieses Programm dabei auf die minimal unterschiedlichen Partitionsgrößen unterschiedlicher SD-Karten mit offiziell gleicher Größe reagiert (bei mir jeweils 32 GB Karten). Das Rücksichern einer Image-Datei sollte ja auch auf eine bzgl. ursprünglichen Fabrikat nicht identische Speicherkarte mit offiziell gleicher Größe möglich sein.
Das ist ja noch mal so ein Thema für sich (siehe meinen nächsten Absatz an Rudi).

Falls der "Win32 DiskImager" ja tatsächlich grundsätzlich funktionieren sollte sollte er aber auch das eben genannte können.

Ansonsten funktioniert die kaputte SD-Karte nirgendwo mehr, egal welcher USB-Port, welcher Card-Reader, welches OS, welche Cam.

@Rudi

Mein vorgeschlagenes Alternativ-Programm "Roadkil's Disk Image" läuft erstaunlich stabil, ist aber beileibe noch nicht perfekt.
Grundsätzlich kann es die (jeweils 32 GB großen) SD-Karten sichern und zurückspielen. In meinen Tests wurden dabei Mikro-SD-Karten von folgenden Herstellern verwendet: Sandisk, Medion und Platinum.

Nur beim Aufspielen der alten und neuen Rasbian-Installation auf meine SD-Karte von Medion kam es jeweils zu einer Fehlermeldung (siehe Bild im Anhang).
Trotzdem lief mein Raspi 3 mit dieser SD-Karte anschließend jeweils einwandfrei hoch!

Zu Acronis Trueimage:

Meine gebrannte Acronis Boot-CD ist sicherlich meine meist gebrauchte CD an meinen diversen PCs (für Backup-Zwecke).
Allerdings basiert m.W. nur die Acronis Boot-CD auf Linux und ist für diese Zwecke wahrscheinlich ebenfalls geeignet (das muß ich aber noch ausprobieren).
Eine installierte Windows-Version von Acronis Trueimage könnte dagegen Probleme bekommen beim Erkennen der vielen Partitionen auf der Raspi Speicherkarte.
Allerdings installiere ich die Windows-Version von Acronis Trueimage ab Version 2015 nicht mehr, weil die zu tief ins System eingreift. Zum Sichern/Zurücksichern reicht ja die bootfähige CD davon aus.

Liebe Grüße
Werner_O
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 14.03.2017, 21:34

Hallo,
Werner_O hat geschrieben:es steht Dir frei selber auszuprobieren, Deine eigene Raspi-SD-Karte via "Win32 DiskImager" auf Festplatte zu sichern und wiederherzustellen.
Ich hatte es schon mehrfach geschrieben, dass es bei mir funktioniert. Nun aber noch einmal detailliert und bebildert beschrieben.

Folgende Testbedingungen:
  • Windows 10 64 Bit, I5-Prozessor, 8 GB RAM
  • Win32 Disk Imager Version 1.0 portable
  • Transcend-USB-Kartenleser mit nativem Mikro-SD-Karten-Schacht
  • 16 GB Mikro-SD-Karte Intenso und No Name; 32 GB Mikro-SD-Karte Medion - alle Class 10

Zum Testen habe ich ein OpenElec-Image für den Raspberry Pi verwendet, weil das gerade parat war. Es enthält eine 512 MB große FAT-Partition sowie eine 4,11 GB große Ext4-Partition.
Bild

Das Image wurde von der Intenso-Karte erstellt.
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Danach habe ich es auf alle drei genannten Karten geschrieben.
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Der Raspberry Pi startete das OpenElec-Mediacenter mit allen Karten ohne Vorkommnisse.

Gruß msl
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 18.03.2017, 16:51

Hallo zusammen,

@Rudi

Acronis Trueimage eignet sich leider nicht zum Sichern/Wiederherstellen von USB-Volumes (zumindest nicht meine bootfähige CD mit Acronis 2015). Beim Wiederherstellen von Images fehlt die Möglichkeit, diese auch auf SD-Karten schreiben zu können. Als Ziel können nur erkannte HD-Laufwerke ausgewählt werden. Angeschlossene SD-Karten bleiben außen vor.

@msl

Mein inzwischen auf die seit kurzem verfügbare upgedatete Programm-Version 1.0 von "Win32 DiskImager" ist leider nicht in der Lage, meine 32GB Raspi-SD-Karte überhaupt noch zu erkennen. Insofern kann ich mit dieser neuen Programm-Version von "Win32 DiskImager" meine 32GB Rapsi-SD-Karte weder sichern noch zurückspielen.

Mit dem von mir alternativ vorgeschlagenen Programm "Roadkil's DiskImage v1.6" speichere ich momentan aber gerade genau diese 32GB Raspi-Speicherkarte in ein Image (mit allen vier Partitionen). Dieses Programm funktioniert also wie gewünscht.

Insofern bleibt für mich nur festzustellen, daß das Programm "Roadkil's DiskImage v1.6" augenscheinlich wesentlich mächtiger als das Programm "Win32 DiskImager" ist, weil es eben das macht was es soll. Darum möchte es hiermit nun erneut als die bessere Alternative zu "Win32 DiskImager" empfehlen.

Mit der aktuellen Programmversion v1.0 vom "Win32 DiskImager" bekomme ich dagegen leider erst gar nicht die Möglichkeit dazu, meine Raspi-SD-Karte überhaupt sichern zu können, weil ich diese SD-Karte erst gar nicht auswählen kann!
Ebenso wie "Roadkil's DiskImage v1.6" kann dabei aber auch das Programm "Minitool Partition Wizard 10" diese Karte erkennen (siehe angehängtes Bild). Da der "Win32 DiskImager" das dagegen nicht schafft, ist dieses Programm darum m.E. auch nicht wirklich empfehlenswert.

Nachtrag 19.03.2017:

<<
Für Forenuser ist es letzlich unerheblich, welches der beiden genannten Programme verwendet wird, solange jeweils erfolgreich eine Raspi3-SD-Karte gesichert und wieder zurückgeschrieben werden kann.
Laut den Ergebnissen von msl geht das auch mit dem "Win32 DiskImager", und ich möchte das nicht anzweifeln.
Das von mir bevorzugte Programm "Roadkil's DiskImage v1.6" ist m.E. aber aus meinen genannten Gründen "mächtiger".

Es gibt aber keinen Grund für einen Glaubenskrieg zwischen diesen beiden Freeware Programmen, welche beide jeweils ihre Schwächen haben.
Insofern ist es auch recht unerheblich, daß mein erstelltes Raspi3-Image mit "Roadkil's DiskImage v1.6" erstellt wurde.

Nachträglich gesehen ist es nur suboptimal, daß mein Raspi3-Image eine 32 GB SD-Karte erfordert. Grundsätzlich hätte dazu bereits eine nur 16 oder 8 GB große Karte ausgereicht.
Meine nachträglichen Versuche, mein Raspi3-Image auf 16 oder 8 GB zu verkleinern, sind aber leider gescheitert:
Mithilfe eines gestarteten Linux in Form von "Knoppix 7.6" kann ich zwar auf der SD-Karte das logische Laufwerk "root" wie gewünscht verkleinern, nicht aber die Größe der sogenannte "erweiterte Partition", auf welcher dieses logische Laufwerk residiert.
Zum Zurückspielen meines Raspi3-Images ist darum zwingend eine mind. 32 GB große MicroSD-Karte nötig.
>>

Liebe Grüße
Werner_O
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