Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry Pi

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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 19.10.2016, 22:13

Hallo zusammen,

das neue Raspbian-Image hat wie schon beschrieben ein paar Veränderungen mitgebracht. Die problematischste Neuerung ist der eingebaute VNC-Server RealVNC. Das hat zur Folge, dass man nicht mal so einfach einen weiteren VNC-Server wie XRDP installieren kann. Es sollte also immer nur ein VNC-Server installiert und aktiviert sein.

Wenn dann schon RealVNC verfügbar ist, wollte ich diese Variante auch testen. Klienten stehen für alle gängigen Betriebssysteme kostenfrei zur Verfügung. Die Windows-Variante muss nicht installiert werden. Das finde ich sehr gut: https://www.realvnc.com/download/viewer/

Server-seitig kann RealVNC auf dem Pi via Raspberry-Pi-Konfiguration unter Schnittstellen aktiviert/deaktiviert werden. Die von mir unter Windows und Android getesteten Klienten funktionieren sehr gut. RealVNC ist gegenüber Windows Remote Desktop (XRDP) eine klare Verbesserung.

Das ganze habe ich mit einem nun endlich verfügbaren Raspberry Pi Zero getestet. Ich wollte den RPi0 sowieso für das CHDK-Fernsteuerprojekt testen, da mir der RPi3 fast zu schade dafür ist. Aufgrund der Minimalausstattung des RPi0 ergeben sich aber diverse Hindernisse. Beispielsweise wird nicht jeder Wlan-Stick erkannt. Das Problem konnte ich aber mit dem empfohlenen Stick von Edimax lösen.

chdkptp läuft auch. Allerdings ist es notwendig, auch die Binärdateien ausführbar zu machen. Jedenfalls klappte es danach.
Code: Alles auswählen
sudo chmod +x chdkptp.sh
sudo chmod +x chdkptp
sudo chmod +x chdkptp_gui.sh
sudo chmod +x chdkptp_gui

Summarum funktioniert der RPi0 mit dem aktuellen Raspbian. Er kommt aber aber durch die GUI-Verwendung an seine Leistungsgrenzen. Was will man auch von einem Fünf-Euro-Rechner mehr erwarten. Ich finde es sehr erstaunlich, was dieses kleine Stück Elektronik leistet.

Sinnvoll ist die Deinstallation diverser überflüssiger Software, z.B. Mathematica. Die Entscheidung für Chromium als neuen Web-Browser kann ich nachvollziehen. Alternativ lässt sich aber auch Firefox installieren. Beide Browser bringen den RPi0 aber wieder an seine Grenzen.
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 20.10.2016, 01:09

Hallo zusammen,

msl hat völlig Recht damit, dass CHDKPTP beim neuen Rasbian 2.0 funktioniert, wenn nun zusätzlich auch die Binärdateien "chdkptp" und "chdkptp_gui" ausführbar gemacht werden. Das geht übrigens alternativ auch über den Dateimanager, wenn man bei beiden Dateien nach Rechtsklick darauf unter Dateieigenschaften/Berechtigungen die Zugriffsrechte bei "Ausführen" von "Niemand" auf "Jeder" umstellt. Danach ist aber anscheinend ein Raspi-Neustarten nötig, damit das wirksam wird.

Der neue integrierte RealVNC-Server funktioniert "eigentlich" auch prima nach dessen Aktivierung und es ist auch positiv, daß der dazu für Windows erhältliche RealVNC-Client kostenlos ist und ohne Installation auskommt.

Allerdings gibt es via RealVNC noch ein grosses Problem:
Fahre ich meinen RPi3 ohne Bildschirm hoch, bekomme ich am RealVNC-Client nur noch ein winziges Fenster angezeigt, welches viel zu klein (nicht nur) für CHDKPTP ist. Damit kann man definitiv nicht arbeiten. Für einen eben nötigen Neustart meines Raspi musste ich da sogar die Stromzufuhr unterbrechen, weil es schlichtweg anders nicht mehr ging.
Da auch ein Raspi normalerweise unbedingt kontrolliert heruntergefahren sollte, ist das natürlich kein haltbarer Zustand.

Als m.E. einzig sinnvolle Lösung dazu bietet es sich an, dem Raspi schon beim Start vorzuschreiben, dass er auch ohne angeschlossenes Display einen dann verwendeten "virtuellen Desktop" automatisch immerhin noch so groß macht, daß er von einem verwendeten VNC-Client noch sinnvoll verwendet werden kann.
Nach ersten Internet Recherchen scheint das auch grundsätzlich möglich zu sein (Stichwort: Erzwungener HDMI-Modus).

Für heute muß ich aber aufhören weil morgen die Arbeit ruft...

Liebe Grüße
Werner_O
Zuletzt geändert von Werner_O am 20.10.2016, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 20.10.2016, 12:50

Stimmt. Ohne aktiven HDMI-Anschluss wird eine Minimalkonfiguration erzeugt. Will man diesen Umstand verhindern, muss die Konfigurationsdatei bearbeitet werden. Das kann man direkt mit dem Pi machen, indem /boot/config.txt bearbeitet wird. Alternativ lässt sich die Konfiguration auch am PC ändern. Unter Windows sieht man die kleine Boot-Partition der SD-Karte für den Pi. Hier ist dann ebenfalls config.txt verfügbar.*

In beiden Fällen sind folgende Ergänzungen am Ende einzufügen:
Code: Alles auswählen
# HDMI auch ohne Monitor in Betrieb nehmen (optional)
hdmi_force_hotplug=1
# Audio über HDMI ausgeben (optional)
hdmi_drive=2
# DMT-Betriebsmodus aktivieren
hdmi_group=2
# Auflösung: 1366x768 / 60 Hz
hdmi_mode=81
Die letzte Zeile muss natürlich an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Hier gibt es eine Liste mit den diversen Auflösungen: http://elinux.org/RPiconfig#Video_mode_options (DMT-Liste anwenden!)

Gruß msl

Edit: * Das gilt wohl nur, wenn das Raspbian-Image direkt auf die Karte geschrieben wurde, also eine Installation ohne NOOBS.
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 20.10.2016, 21:53

Hallo msl,

vielen Dank für Deine neuen Infos:
Damit funktioniert es nun bei mir, obwohl ich das neue Rasbian 2.0 via Noobs installiert hatte :-)
Als Beweis habe ich ein Bild angefügt, welches bei nicht verwendetem HDMI-Port entstanden ist.

Die Zeile "hdmi_force_hotplug=1" war übrigens bei mir bereits vorhanden und ich habe nur die drei weiteren Zeilen eingefügt.
Ich hatte allerdings mit Noobs nur Rasbian und zusätzlich kein weiteres OS installiert, was ja durchaus bei Installationen mit angeschlossenem Netzwerkkabel zum Router möglich ist. In diesem Fall würde Noobs auch einen Bootmanager zur Auswahl des hochzufahrenden OS mit installieren und es wäre verständlich und sinnvoll, daß Änderungen der Datei /boot/config.txt nur begrenzt wirksam sind, weil jedes installierte OS ja separate Einstellungen braucht.

Auf zwei Nebenwirkungen bei der geänderten /boot/config.txt möchte ich noch hinweisen:
1) Die eingestellte HDMI-Auflösung gilt anschließend generell. An einem Full-HD-TV hochgefahren liefert der RPi3 dann ebenfalls nur diese Auflösung (in meinem Fall 1366x768 / 60 Hz).
2) Die Zeile "hdmi_force_hotplug=1" deaktiviert anscheinend den analogen Video Composite Ausgang des RPi3 (siehe hier).
Der steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Liebe Grüße
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 30.10.2016, 14:20

Hallo,

ich bin in den letzten Tag über ein merkwürdiges Problem gestolpert.

Unter Windows funktionieren bei mir alle zur Verfügung stehenden Kameras problemlos mit chdkptp. Mit Linux sieht es etwas anders aus. Es lässt sich jede Kamera mit chdkptp verbinden. Ein Umschalten in den Aufnahmemodus sowie diverse andere Funktionen sind aber nicht immer möglich.

Wenn man im Zusammenhang mit diesem Problem recherchiert, wird immer wieder ein installiertes gphoto2 als Ursache benannt. Nun ist aber gphoto2 bei dem Linux auf dem Pi (Raspbian) garnicht vorinstalliert.

Es hat sich herausgestellt, dass diverse gphoto2-Bibliotheken auch bei Raspbian verfügbar sind. U.a. werden damit Digitalkameras bei Anschluss an den USB-Port in das Dateisystem eingehangen (mounted). Das ist dann auch die Ursache für oben genannte Probleme. Hier hilft dann nur noch, diesen Prozess zu stoppen.

Am einfachsten geht das, indem man bei den chdkptp-Bash-Dateien folgende Zeile am Anfang einfügt:
Code: Alles auswählen
#!/bin/sh
# Kill gphoto mounter
killall  /usr/lib/gvfs/gvfs-gphoto2-volume-monitor


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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 13.11.2016, 19:16

Hallo msl,

NACHTRÄGLICH GEÄNDERT AM 14.11.2016:

bei Tests mit meiner S3 und einer geliehenen S100 hat sich herausgestellt, daß diese beiden CAMs wie von Dir beschrieben via CHDKPTP nicht in den Aufnahmemodus gesetzt werden können.

Mit meinen gemachten Änderungen an den Dateien chdkptp.sh und chdkptp_gui.sh laut Deinen Anweisungen bekomme ich nun aber nur die S100 unter CHDKPTP ans Laufen und kann auch den Record-Modus aktivieren.

Bei meiner "uralten" S3 lässt sich der Record-Modus auf diese Weise aber immer noch nicht aktivieren, obwohl sich CHDKPTP via "Connect" durchaus mit dieser CAM verbunden hatte.
Anscheinend liegt bei dieser CAM ein weiteres Problem vor, welches es noch zu lösen gilt.


NACHTRAG 14.11.2016:

An meiner S3 habe ich leider völlig verpeilt, daß die beim Test verwendete SD-Karte gar kein CHDK drauf hatte - sorry :-(((
Mit der anderen SD-Karte mit CHDK läuft CHDKPTP auch unter Rasbian mit der S3. Das Umschalten in den Aufnahmemodus funktioniert.
Ich bitte mein Versehen zu entschuldigen.

Liebe Grüße
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Eisenberg188 » 26.11.2016, 23:54

Hallo,
ganz schön interessant.

Geht das auch mit Spiegelreflexkameras?

Ich betreibe eine Webcam mit einer Spiegelreflex (http://www.burgenlandblick.at). Zwei liegen bereit zur Installation.
Hier verwende ich eine Spiegelreflex. Diese wird automatisiert aus und ein geschalten und schaltet sich nach einem Stromausfall auch wieder ein.

Zur Zeit wird ein W-Lan - Rechner verwendet.
Da sich die Hardwarebezugsmöglichkeiten andauernd ändert, wäre ein Raspberry sehr gut dafür geeignet.
LG Herbert
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 27.11.2016, 15:32

Hallo,

möglich, dass man eine DSLR via Raspberry Pi steuern kann. Es gibt diverse Anleitungen unter den Stichworten Linux und Gphoto. Wie es mit Liveview aussieht, kann ich nicht sagen.

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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 07.03.2017, 01:37

Hallo zusammen,

leider sind SD-Karten recht unzuverlässige Gesellen und man muß immer damit rechnen, daß sie urplötzlich ihre gespeicherten Informationen verlieren können (warum auch immer).
Auch eine plötzliche Unterbrechung der Stromzufuhr zum Raspi kann zum Verlust der Partitions- und Dateidaten einer SD-Karte führen.
Falls sowas passiert ist dann Sabbat, und nichts geht mehr.

Insofern ist es m.E. zwingend nötig, die für dieses Projekt oft erst nach Tagen fertige Rasbian-Installation mit CHDK uvam. der verwendeten SD-Karte zu sichern und in ein Festplatten-Image zu schreiben. Nur so kann man die fertige Installation relativ schnell wiederherstellen, wenn die SD-Karte plötzlich streikt. Bei dem Gedanken, alles komplett neu installieren zu müssen, bekomme ich selber ehrlich gesagt das Grauen.

Allerdings gibt es nach Recherchen von mir aktuell nur wenige Möglichkeiten, diese SD-Karte am Windows-PC zu sichern und auch wiederherstellen zu können. Das Problem sind die mehreren Partitionen auf der SD-Karte, die alle gesichert werden müssen. Windows erkennt ja leider nur eine dieser Partitionen. Damit scheiden übliche Programme zum Sichern von Partitionen aus.

Auf der Seite https://linuxundich.de/raspberry-pi/linux-images-fuer-den-raspberry-pi-auf-sd-karte-installieren/ habe ich aber eine funktionierende Lösung dazu gefunden:
Mit dem Programm Roadkil's Disk Image kann man unter Windows relativ leicht die Rasbian SD-Karte sichern und wiederherstellen. Alles geht dabei über eine simple GUI, ohne daß irgendwelche zusätzliche umständliche Kommandozeilenparameter eingegeben werden müssen.

Beim Download empfiehlt sich dabei die installationslose "Stand Alone Version", welche nur in einen Ordner eigener Wahl gespeichert werden muß. Diese exe-Datei kann dann sofort gestartet werden, wobei sie aber unbedingt per Rechtsklick mit Administrator-Rechten ausgeführt werden sollte.

Das sich öffnende Fenster ist sehr übersichtlich und hat nur zwei Reiter:
Beim Reiter "Write Image" kann eine bereits existierende Sicherungsdatei auf eine SD-Karte zurückgeschrieben werden
Beim Reiter "Store Image" kann eine SD-Karte dagegen in eine Sicherungsdatei gespeichert werden

Beim sichern oder zurückschreiben muß man aber unbedingt den richtigen Eintrag einstellen:
Die angezeigten Laufwerksbuchstaben (A-Z) sind auf jeden Fall falsch, es muß immer eine "Physical Disc" ausgewählt werden!

Dazu im Anhang zwei Screenshots von meinem Laptop (Sichern/Wiederherstellen) mit einer internen HD (Physical Disc 0 mit den Laufwerken C: D: und E:) sowie der SD-Karte im Cardreader (Physical Disc 1 mit dem Laufwerk F:)
Das zu sichernde/wiederherzustellende physikalische Laufwerk kann dabei jeweils an dessen angezeigter Größe identifiziert werden:
Meine interne Festplatte hat im Beispiel bspw. 1 TB (angezeigt Physical Disc 0 ~ 931 GB), die SD-Karte für den Raspi im Cardreader dagegen nur 32 GB (angezeigt Physical Disc 1 ~ 29 GB)

An diesen Stellen sollte man genau aufpassen, um nicht versehentlich die PC-Festplatte zu überschreiben!

Den Speicherort für das zu sicherende/restaurierende Image muß man natürlich selber passend angeben.

Ich habe das alles eben selber erfolgreich ausprobiert:
Meine eigentliche Raspi SD-Karte habe ich via Roadkil's Disk Image auf HD gesichert und danach auf eine andere SD-Karte zurücküberspielt. Diese andere SD-Karte ist danach in meinem Raspi 3 erfolgreich hochgefahren mit allen meinen gemachten Settings - Voila !

Die gute Nachricht lautet also, daß alles so funktioniert wie es soll.

Auf folgendes muß ich aber noch hinweisen:

1) Das Programm Roadkil's Disk Image speichert eine SD-Karte immer sektorweise komplett. Das erzeugte Image ist darum immer so groß wie die Speicherkarte.
(INFO: Bekannte Windows Image-Programme wie etwa das von mir favorisierte Acronis Trueimage sind da ja deutlich "intelligenter", weil sie die Images auf die überhaupt verwendeten Laufwerksbereiche reduzieren können und die Images dabei zusätzlich auch noch komprimieren, damit die Images so klein wie möglich werden.)
Diesen "Luxus" kann das Programm Roadkil's Disk Image leider nicht bieten. Trotzdem ist diese Freeware echt klasse, weil sie das schafft, was Programme wie Acronis Trueimage oder Win Disk Imager nicht hinbekommen können: Alle Partitionen der SD-Karte zu sichern oder zurückzuspielen!

2) Das sektorweise Auslesen der SD-Karte kostet natürlich Zeit.
Bei meinen verwendeten (und schon recht großen) 32 GB SD-Karten (jew. Class 10) habe ich folgende Zeiten notiert:
Für das Auslesen der Karte in ein Image ca. 40 min, für das Zurückschreiben ca. 1 h 20 min.
Das ist aber immer noch dramatisch kürzer als das völlige Neueinrichten einer SD-Karte am Raspi.

Noch als Ausblick für Forenmitglieder, die ebenfalls mit einem Raspi 3 liebäugeln, sich die zugegebenermaßen komplizierte Einrichtung aber nicht zutrauen

Grundsätzlich ist ja ab jetzt so, daß die nötige Einrichtung der SD-Karte auf das Zurückspielen eines funktionierenden Images reduziert werden kann:
eine funktionierende Image-Vorlage habe ich ja nun endlich erstellt.
Nachträglich müßten dann nur noch folgende Einstellungen geändert werden, was jeweils leicht zu bewerkstelligen ist:
1) Ein neues eigenes Passwort für den Benutzer pi
2) Geänderte WLAN-Einstellungen (Netzwerk-SSID, Passwort, IP-Adressbereich und gewünschter Funkkanal)
3) Die gewünschte Bildauflösung am Raspi, damit diese zum verwendeten Fernsteuergerät passt (Laptop, Tablet oder Smartphone)

Ich biete dazu allen Forumsmitgliedern ausdrücklich meine Hilfe an:
bei Interesse aber bitte eine PN an mich senden und nicht hier auf dieses Posting antworten!

Die dazu nötigen Fragen kann ich nur im privaten Dialog klären.

Liebe Grüße
Werner_O
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 09.03.2017, 22:46

Hallo Werner_O,

Danke für die Anleitung. Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass auch mit dem von der Raspberry Pi Foundation empfohlenen Programm Win32 Disk Imager SD-Karten beschrieben und gesichert werden können. Ich sehe bei dem Programm den Vorteil, dass das SD-Kartenlaufwerk mit eingelegter SD-Karte automatisch erkannt wird. Trotzdem sollte auch bei diesem Programm überprüft werden, dass auch das richtige Laufwerk ausgewählt wurde.

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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 10.03.2017, 04:38

Hallo msl,

das bei mir bereits schon installierte Programm "Win32 Disk Imager" ist m.E. völlig ungeeigenet, weil es augenscheinlich eine SD-Karte nur beschreiben aber nicht auslesen kann.

Das von mir empfohlene Programm "Roadkil's Disk Image" läuft dagegen einwandfrei sowohl beim auslesen wie auch schreiben von Raspi SD-Karten. Mit den genannten Einstellungen werden dabei auch immer sämtliche (also auch die verborgenen) Partitionen der SD-Karte gesichert und zurückgeschrieben.
Mit dessen Hilfe habe ich inzwischen auch ein Image von meiner neuen speziellen "CHDK"-Rasbian-Installation von einer 32 GB SD-Karte erstellen können, was gepackt als ZIP nur noch ~ 3,6 GB groß ist.

Hiermit nun die frohe neue Nachricht:

Mit diesem neuen Image kann nun jeder hier im Forum sehr schnell einen Raspi 3 für CHDK-Remote-Zwecke aufsetzen, ohne sich dabei überhaupt noch mit den vielen Problemen herumschlagen zu müssen, über die wir beide hier solange diskutiert haben!

Die Installation eines Raspi 3 wird nun zum Kinderspiel, weil am PC einfach nur dieses Image via dem Programm "Roadkil's Disk Image" auf eine 32 GB SD-Karte (kleiner/größer geht leider nicht) aufgespielt werden muß. Steckt man diese 32 GB-Karte dann in den Raspi 3, läuft dieser mit allen nötigen Einstellungen perfekt hoch und ist sofort für CHDKPTP einsatzbereit. CHDKPTP kann dabei bequem über ein von mir erstelltes Desktop-Symbol gestartet werden.

Am Raspi geändert werden sollten (müssen aber nicht) aber noch das Passwort für den Benutzer pi sowie Name und Passwort für das SSID (WLAN-Netzwerk). Dazu gibt es auf dem Desktop des Raspi die Datei "LiesMich.rtf" (hier zusätzlich mit im Anhang), wo alle dazu nötigen Schritte erklärt werden.
Diese Datei enthält dabei bereits alle nötigen Raspi Kommandozeilen, welche so bequem im LXTerminal via Copy/Paste eingefügt werden können.

Alle diese m.E. nötigen Änderungen können dabei über ein Laptop mit WLAN erfolgen, auf welchem der RealVNC-Viewer installiert ist.
Dazu müssen weder Maus noch Tastatur noch Monitor am Raspi 3 angeschlossen sein - noch bequemer geht es m.E. nicht.

Ein Highlight meiner Installation sind dabei die beiden getrennt konfigurierten Netzwerke für LAN und WLAN, wobei beide Netzwerke aber miteinander verbunden sind:
Internetabfragen aus dem WLAN können dadurch an einen am LAN-Port angeschlossenen Internet-Router weitergeleitet werden.
Ich habe viele Tage gebraucht um das hinzubekommen - siehe dazu die Anmerkungen der angehängten Datei LiesMich.rtf .

P.S.:
a) Mein Image enthält ein aktualisiertes Rasbian nach dem Stand vom 08.03.2017 und ist somit sehr aktuell.
b) Anbei auch noch ein Screenshot vom Raspi 3 mit laufendem CHDKPTP.

MEIN FAZIT:

Wer bisher deshalb noch nicht in dieses Projekt eingestiegen ist, weil alles zu kompliziert erschien, sollte nun umdenken.
Mit meinem SD-Karten-Image für den Raspi 3 ist der Einstieg nun sehr viel einfach geworden und man kann sofort loslegen.
Bei Interesse bitte eine PN an mich, wie ich die ~ 3,6 GB große Image-Datei weitergeben soll (das geht übrigens auch via Internet).

Liebe Grüße
Werner_O
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon msl » 10.03.2017, 16:09

Hallo Werner_O,
Werner_O hat geschrieben:das bei mir bereits schon installierte Programm "Win32 Disk Imager" ist m.E. völlig ungeeigenet, weil es augenscheinlich eine SD-Karte nur beschreiben aber nicht auslesen kann.
Da irrst du. Selbstverständlich kann das Programm auch für die Erstellung eines Abbildes der SD-Karte verwendet werden. Ansonsten hätte ich es nicht für solche Zwecke in Benutzung und vorgeschlagen.
Originale Description hat geschrieben:This program is designed to write a raw disk image to a removable device or backup a removable device to a raw image file.

Schreiben/Write => Image auf Karte schreiben
Lesen/Write => Image von Karte lesen und speichern

Das aber nur am Rande. Es gibt interessante Neuigkeiten von den Raspberry-Pi-Machern. Die Raspberry-Pi-Familie wurde mit dem Modell Pi Zero W erweitert. Der kleine Raspberry Pi Zero kann nun funken. Dazu wurde das gleiche Wlan/Bluetooth-Modul auf dem Pi Zero verbaut, welches schon seinen Platz auf dem Raspberry Pi 3 gefunden hatte.

Mit dem Raspberry Pi Zero (W) steht ein sehr kleiner Einplatinenrechner zur Verfügung, mit dem man spezielle Aufgaben realisieren kann. Rechenleistung und Arbeitsspeicher sind im Gegensatz zum Pi 3 sehr gering. Sie reichen aber aus, die in diesem Thread beschriebene Fernsteuerung zu realisieren. Ich habe es mit dem Pi 0 erfolgreich getestet. Bei meiner Lösung war allerdings noch ein kleiner USB-Hub notwendig (Kamera + Wlan-Stick), da der Pi 0 nur einen USB-Eingang hat. Das würde beim Pi 0 W entfallen.

Noch eine Bemerkung zur Beschaffung des Raspberry Pi Zero (W). Der Pi Zero ist nicht so einfach zu bekommen. Wenn er bei deutschen Händlern verfügbar ist, wird er meist überteuert mit überflüssigem Zubehör angeboten. Ich habe gute Erfahrungen mit den britischen Vertragshändlern gemacht. Diese geben aber immer nur ein Exemplar pro Bestellung ab. Dieser Händler gibt den Pi Zero W im Augenblick für ca. 16 € inkl. Versand ab. Wer Mini-HDMI- und Mini-USB-Adapter benötigt, muss ca. 5 € extra einplanen. Man kann über ein Amazon-Konto bezahlen (Grundlegende Englisch-Kenntnisse helfen bei der Bestellung!). Sollte der Pi Zero gerade ausverkauft sein (out of stock), immer mal wieder nachschauen. Die Lager werden regelmäßig gefüllt.

Ich denke, gerade für Bastler ist der Raspberry Pi Zero (W) eine interessante Alternative.

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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 11.03.2017, 23:13

Hallo zusammen,

Werner_O hat geschrieben:
das bei mir bereits schon installierte Programm "Win32 Disk Imager" ist m.E. völlig ungeeigenet, weil es augenscheinlich eine SD-Karte nur beschreiben aber nicht auslesen kann.
msl hat geschrieben:
Da irrst du. Selbstverständlich kann das Programm auch für die Erstellung eines Abbildes der SD-Karte verwendet werden.

Grundsätzlich gesehen muß ich hier msl Recht geben, weil der "Win32 Disk Imager" grundsätzlich gesehen nach Angabe eines Speicherortes/Dateinamen durchaus auch ein Image eines Speichermediums erstellen kann.

Ich habe das heute auch mal versucht und wollte mit "Win32 Disk Imager" ein vollständiges Image meiner 32 GB MicroSD Speicherkarte für meinen Raspi erstellen.

Die Ergebnisse waren aber so erschreckend, daß ich hier im Forum nur ausdrücklich von der Verwendung des Programmes "Win32 Disk Imager" abraten kann !!!

1. Der "Win32 Disk Imager" stürzt beim lesenden Kopieren meiner Raspi3-SD-Karte in ein Image reproduzierbar ab und kann dann nur noch über den Taskmanager gewaltsam beendet werden. Anscheinend kommt der "Win32 Disk Imager" nicht mit allen Partitionen dieser SD-Karte klar. Die kleine (~1,1 GB große) FAT32-Partition erkennt er anscheinend noch (und nur die wird von meinem Windows 7 Pro 64Bit angezeigt), die weiteren vorhandenen Partitionen/Laufwerke rafft er aber dann nicht mehr, und dann ist halt sozusagen "Feierabend".
2. Was mich aber richtig ärgert ist der Fakt, daß der Absturz des "Win32 Disk Imager" die verwendete 32GB Class10 Karte völlig unbrauchbar gemacht hat:
Windows zeigt dafür zwar noch einen Laufwerksbuchstaben an, auf den kann aber nicht mehr zugegriffen werden, auch nicht über die Datenträgerverwaltung. Selbst das tolle Programm "Minitool Partition Wizard" kann nicht mehr auf diese Speicherkarte zugreifen.
Es ist aber noch schlimmer: Selbst wenn ich mein Laptop mit linux-basierten bootfähigen CDs/USB-Sticks mit bspw. Knoppix, GParted oder Parted Magic starte ist kein Zugriff mehr auf diese SD-Karte möglich!
3. Diese SD-Karte kann ich nun eigentlich nur noch wegschmeißen, falls hier nicht noch irgendein Guru Ratschläge für mich hat, um die irgendwie doch noch zu reanimieren zu können. Für solche Ratschläge wäre ich dabei dankbar, weil ich dazu nicht mehr weiter weiß.

Da bleibt von mir nur folgendes klares Fazit:
Finger weg vom "Win32 Disk Imager" - dieses Programm ist für die in diesem CHDK-Projekt verwendeten Raspi Speicherkarten schlichtweg bisher noch nicht geeignet!


NACHTRAG 23:58 Uhr:

Ich habe noch einen zusätzlichen Screenshot angefügt: Dieser zeigt die Partitionen meiner Raspi SD-Karte aus Linux-Sicht.
Abfotografiert von einem hochgefahrenem Knoppix und dem gestarteten Programm GParted. Rasbian war dabei via Noobs auf dieser 32GB Karte installiert worden.
Die SD-Karte wurde augenscheinlich in etliche Zonen aufgeteilt, wobei vier davon Daten enthalten in den Dateisystemen FAT32, FAT16 und EXT4.
Damit ist der "Win32 Disk Imager" offensichtlich überfordert, das Programm "Roadkil's Disk Image" dagegen nicht.

.................................................................

Allerdings hat das von mir favorisierte Programm "Roadkil's Disk Image" aber auch noch so seine Macken:

Zum Wiederherstellen eines Images auf eine SD-Karte sollte diese tunlichst vorher so präpariert werden, daß sie völlig leer und auch gar nicht partitioniert ist. Ansonsten können auch bei diesem Programm Fehlermeldungen usw. passieren.
Um unter Windows eine SD-Karte partitionslos zu machen sollte "normalerweise" die Datenträgerverwaltung ausreichen: Dort kann eine Partition gelöscht werden. Allerdings klappt das nicht immer bei manchen Windows-Versionen :-(
Dann braucht man erneut zusätzliche Software, wobei dann das Programm "Minitool Partition Wizzard" (kostenlos in der Free-Edition - seit kurzem auch in der neuen Version 10 verfügbar) der Retter in der Not ist. Für das Einrichten von USB-Sticks und Speicherkarten ist dieses Tool ideal geeignet. Im Anhang dazu ein Screenshot mit einer völlig "leergefegten" Speicherkarte.

Liebe Grüße
Werner_O
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Partitionsdetails SD-Karte
Leergeräumte Speicherkarte.zip
Leergeräumte Speicherkarte
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon Werner_O » 12.03.2017, 18:04

Hallo zusammen,

hier zwei wichtige Infos zu diesem Projekt:

1. Seit Anfang März 2017 ist eine neue Rasbianversion (v8.0) mit dem Linux-Kernel 4.4.50-v7+ verfügbar

Ein bestehendes Rabian kann dabei im LXTerminal über folgende Befehlszeilen aktualisiert werden:
Code: Alles auswählen
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Die erste Zeile lädt alle neuen Dateien herunter. Dazu muß der Raspi via LAN-Kabel eine Internetverbindung haben.

Die zweite Zeile installiert dann die neuen Dateien. Ab einem gewissen Punkt scheint dabei alles stehen zu bleiben und es geht nicht mehr automatisch weiter.
An dieser Stelle werden augenscheinlich an der Konsole etliche Infos angezeigt, die jeweils über die Eingabetaste bestätigt werden müssen. Also heißt es brav (und bitte nicht zu schnell!) die Eingabetaste solange drücken, bis irgendwann die Meldung "Press q to quit" erscheint:
Drückt man dann q, fängt die Installation der neueren OS-Version überhaupt erst an.
Wird dann irgendwann im LXTerminal wieder die normale Befehlszeile angezeigt, muß der Raspi neu gestartet werden. War das Update erfolgreich, wird einem das beim nächsten Raspi-Start über ein Fenster angezeigt.

2. Seit Anfang März 2017 ist die neue chdkptp-Version r735 verfügbar

Für dieses Raspi-Projekt ist dabei nur die Datei "chdkptp-r735-raspbian-gui.zip" notwendig, welche man hier herunterladen kann. Der Dateimanager vom Raspi kann dieses ZIP dabei selber entpacken.
Nach ersten kurzen Versuchen mit meiner S100 am Raspi 3 funktioniert bei dieser neueren Programmversion anscheinend alles so wie es soll. Für wirklich intensive Tests habe ich aber bisher noch keine Zeit gefunden.

Last not least:

Momentan erstelle ich gerade ein neues Image meiner 32 GB SD-Karte, welches die beiden Neuerungen bereits enthält. Dabei läuft alles prima (siehe den angehängten Screenshot).
Im Internetbrowser habe ich dabei zusätzlich Lesezeichen zum Elektronik Kompendium, dem CHDK-Forum und der Seite mit den Downloads zu chdkptp erstellt.
Auf dem Desktop liegen dabei zwei eingerichtete Icons zum Starten von chdkptp sowie der Datei LiesMich.rtf mit Infos dazu, was noch gemacht werden sollte.

Mit diesem Speicherkarten-Image können interessierte User dann sehr schnell eine 32 GB Karte für den Raspi 3 einrichten, welche dann sofort funktioniert.
Auch weniger erfahrene User können so von diesem Projekt einfachst profitieren, ohne sich dabei um all die Probleme von msl und mir kümmern zu müssen, die wir irgendwie lösen mußten und was uns beide viel Zeit gekostet hat.

Bei Interesse an diesem Speicherkarten-Image bitte eine PN an mich senden. Aus lizenzrechtlichen Gründen kann ich das hier nämlich leider nicht "mal eben so" online stellen.

Liebe Grüße
Werner_O
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Re: Wlan-Kamera-Fernsteuerung inkl. Live-Bild mit Raspberry

Beitragvon c_joerg » 13.03.2017, 11:08

Hallo Werner_O,
Werner_O hat geschrieben:weil sie das schafft, was Programme wie Acronis Trueimage oder Win Disk Imager nicht hinbekommen können: Alle Partitionen der SD-Karte zu sichern oder zurückzuspielen!

Ich hätte jetzt gedacht, das würde mit Acronis funktionieren. Auf meinem PC kann ich zumindest alle Partitionen einer Platte mit Acronis als Image sichern (Inklusive des Bootsektors).
Werner_O hat geschrieben:Mit diesem Speicherkarten-Image können interessierte User dann sehr schnell eine 32 GB Karte für den Raspi 3 einrichten, welche dann sofort funktioniert.

Hast du dieses Image mal auf unterschiedlichen SD Karten ausprobiert? Bei vielen Image Backup Programmen funktioniert das nur, wenn das Ziel exakt die gleiche Größe hat wie beim Sichern. Bei vielen Programmen funktioniert das nicht mal, wenn die Zielplatte größer ist.

Grüße Jörg
c_joerg
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